Der Rheinboulevard,
Kölner Projekt im Rahmen der Regionale 2010,
Neuauflage einer gigantischen Freitreppe in vermutlich ungewollter
Anlehnung an eine Planung des Kölner Nazi- Architekten Clemens Klotz
Sie sehen hier die Planung von Clemens Klotz zum Gauforum Köln aus den dreißiger Jahren.
Wesentlicher Bestandteil dieser Planung war eine durchgehende, gigantische Freitreppe zum Anschluß
des Gauforums an den Rhein. Gut 70 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges und gut 65 Jahre nach der Befreiung
des Konzentrationslagers Auschwitz wurde nun der stadtbildprägende Baumbestand des Adolf Abel- Parks auf
dem alten Deutzer Bahndamm im Rahmen der Regionale 2010 einer solchen, gigantischen Freitreppe geopfert.
Der komplette Bereich des alten Deutzer Bahndamms wird abgetragen.

Aus unserer Sicht nicht nur ein unangemessenes "Jubiläumsprojekt",
sondern eine Entgleisung.
Diesem Projekt ist mittlerweile der gesamte, als "denkmalwert" anzusehende und schützenswerte
Baumbestand auf dem alten Deutzer Bahndamm zum Opfer gefallen. Angelegt wurde der Park zur
Weltausstellung der Presse 1928, der PRESSA.
Er war lebendige Stadtgeschichte und erinnerte an das Ereignis, das den Ruf der Stadt Köln als
Medienstadt begründet. Nach dem Krieg, schon 1950 in schwierigen Zeiten des Wiederaufbaues,
wurde zur 1900 Jahrfeier der Stadt Köln nach historischem Vorbild von 1928 nachgepflanzt.
Das belegt die Bedeutung, die dieser Baumbestand für Köln stets hatte, bis Weiberfastnacht 2010.
Die beiden Platanen von 1927, die sogar den Krieg überstanden hatten, wurden einen Tag danach
gefällt. Die Erhaltung des Adolf Abel- Parks wäre möglich gewesen und hätte dem Projekt die Nähe
zur einer Nazi- Planung genommen. Der alte Deutzer Bahndamm hätte sich bei gutem Willen in das
Projekt Rheinboulevard integrieren lassen.
BÜRGER FÜR DIE ERHALTUNG DES KULTURELLEN ERBES IN DEUTZ
Zur Zeit wird aus der Erde des Abel- Parks und in unmittelbarer Umgebung 1700- jährige Deutzer
Stadtgeschichte ausgegraben und es ergibt sich letztmalig die Chance, aus dem Rheinboulevard,
diesem Treppenwitz der Geschichte, etwas Vernünftiges werden zu lassen. Gemeinsam mit der
BID fordern wir die Erhaltung des kulturellen Erbes in Deutz und die Integration der bedeutenden
archäologischen Funde in das Projekt als der wesentliche Bestandteil, dem der Rheinboulevard
als Rahmen dient.
Wir verweisen hier auf die BID, die Initiative BÜRGER IN DEUTZ:
Sie finden hier Newsletter der Initiative und die entsprechende Unterschriftenliste zum Download
verbunden mit der Bitte:
Mischen Sie sich ein, helfen Sie mit, der Adolf Abel- Park darf nicht umsonst gefällt worden sein.
Deutz darf nicht auch noch sein historisches Herz herausgerissen werden !
Die BID bei facebook:
Die BID im Internet:
Der Rheinboulevard, eine Freitreppe als Kölner Irrweg.
"Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz"
erklärt die Gartenanlage von Adolf Abel aus den Jahren 1926/28 als "Krönung" sichtbarer Stadtgeschichte
aus zwei Jahrtausenden, auf dem geschichtlich bedeutendsten Teil des Deutzer Rheinufers, im Mai 2009 zum
DENKMAL DES MONATS
Lesen Sie hier das Dossier zum Thema von Dr. Rolf Schmidt
in einer Version für das Netzwerk BÜRGER für BÄUME:
Der "Deutzer Eisenbahnjammer":
Sichtbare Geschichte und Entwicklungsmöglichkeiten mit Einsparpotential
Dossier-Deutz.pdf
Eine Stadt im Rausch verdrängt ihre rechtsrheinische Geschichte und die Pläne des Kölner
Architekten Clemens Klotz aus den dreißiger Jahren zum "Gauforum" Köln.
http://www.museenkoeln.de/ns-dok_neu/homepage/inhalt.asp?set=&d=46
Weitere Informationen über städtebauliche Pläne aus dieser dunklen Epoche
finden Sie hier: emons-atlas-Hist-Köln.pdf
Clemens Klotz wurde kurz vor Kriegsende von Adolf Hitler auf die "Gottbegnadetenliste"
gesetzt, nicht unbedingt eine Empfehlung zur nachträglichen Würdigung.
Stadtgeschichtliche Aspekte, Denkmalpflege und Baumbestand werden übersehen,
hier eine Präsentation der Stadt, unglaublich !
Rheinboulevard - Stadt Köln im Rausch.pdf

Dieses Kölner Schmuckstück, der Adolf Abel Park, angelegt zur PRESSA 1928, wurde gefällt !
Der Deutzer Damm wurde geschleift !
Für eine Freitreppe in vermutlich ungewollter Anlehnung an eine Nazi- Planung.
Das ist Kölner Stadtentwicklung 70 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges.
Wir haben es wirklich weit gebracht................................................
.......... und wie immer, ganz am Ende, haben Alle Nichts gewußt.