Der Baumschutz – ein erster Erfolg

Lange, lange ist es her da wurde die Winterlinden in Lübeck an der Untertrave gepflanzt. Fünfzig Jahre hat sich niemand an ihnen gestört. Zudem war es gerade im Herbst immer schön anzugucken, wenn sich Tag für Tag die Blätter der Bäume in gelbliche und rötliche veränderten und somit die Flaniermeile an unserer schönen Trave in warmes und herbstliches Licht tunkten.

Nun, im Jahr 2016, empfindet die Stadt/Verwaltung die Bäume als störend. Die Straße „An der Untertrave“ wird seit Jahren und soll weiterhin umgestaltet werden. Alles soll aufgehübscht werden und da sind die Winterlinden im Weg. Im Zuge dessen entstand ein Streit zwischen Befürwortern und Gegnern. Nach Auffassung der Verwaltung müssen die Winterlinden verschwinden, um die diese Umgestaltung zu realisieren. In einem Gutachten, welches die Verwaltung in Auftrag gegeben hatte, heißt es, dass die Linden keine lange Lebensdauer mehr haben. Insbesondere bei der Umgestaltung des Gehweges und der Straßen müssten Arbeiten getätigt werden, die zum Absterben der Bäume führen würden. Zudem äußert sich Lübecks Bürgermeister Saxe dahingehend, dass die Bäume sehr mickrig seien.

Das Lübecker Aktionsbündnis „Lübecks Linden leben lassen“ stellt sich vehement gegen diese Meinung. Sie empfinden die Bäume als nicht mickrig und denken, dass die Winterlinden in einem guten Gesundheitszustand sind. Die Anhänger pochen darauf, dass die Bäume in jedem Fall erhalten bleiben müssen und auch eine Umgestaltung mit den Bäumen möglich sei. Zudem argumentieren die Gegner des Baumfällens, dass die Bäume immens dazu beitragen, dass CO2 und Feinstaub aufgenommen wird und somit die Luft ein wenig sauberer wird.

In Lübeck kam es zu keiner Einigung. Somit wurde beschlossen, dass eine Bürgerentscheid über die Zukunft der Winterlinden entscheiden solle. Es wurde viel Geld in die Hand genommen – ein regelrechter Wahlkampf entstand. Am Ende entschieden sich Lübecks Bürger für den Erhalt der Bäume und gegen das Bauvorhaben der Stadt und Verwaltung. Wie es mit der Untertrave weitergeht, ist ungewiss. Vonseiten der Stadt heißt es, dass das Bauvorhaben in er ursprünglichen Konzeption auf Eis liegt. Mal schauen wie es weitergeht.

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